„WAS DIE JUNGS LEISTEN, IST ALLER EHREN WERT!“

Die jüngste Bilanz der Erding Gladiators klingt für den Eishockey-Bayernligisten nicht sehr ermutigend: in Königsbrunn 1:4 verloren, gegen Miesbach 3:6 verloren, in Schongau 4:6 verloren, gegen Buchloe 4:7 verloren. Das bedeutet ein Abrutschen von Platz zwei auf Rang acht, und damit gerade noch eine Playoff-Position. Doch von Krisenstimmung ist bei den Gladiators keine Spur.

Nach der Heimniederlage am Sonntag gegen Buchloe nutzte Trainer Thomas Vogl die Gelegenheit, um an die Zuhörer in der Pressekonferenz einen flammenden Appell zu richten und seiner Mannschaft den Rücken zu stärken.

„Ich mag eigentlich gar nichts zum Spiel sagen“, leitete er sein Statement ein. „Das war das vierte Spiel in sieben Tagen, und wenn einer was gegen die Jungs sagt, dann soll er zu mir kommen, dann führ’ ich ihn persönlich raus.“ Vogl blickte noch einmal zurück auf die vergangenen Wochen, als es insgesamt elf Corona-Fälle im Kader gegeben hatte. Nach und nach kehren die Spieler zurück, einzige Ausnahme ist der am Knie verletzte Florian Zimmermann, der lange ausfällt.

Spieler, die eigentlich noch nicht völlig fit seien, würden sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Nach der Sperre von Alex Gantschnig, der am Freitag in Schongau eine Spieldauerstrafe kassiert hat, und dem grippebedingten Ausfall von Roni Rukajärvi hätten Timo Borrmann, Philipp Spindler und Dominik Wagner gespielt, obwohl sie noch nicht ganz fit seien. Noch nicht im Training seien Marko Babic, Basti Cramer und Rudi Lorenz. Sie sollen demnächst zurückkommen.

„Wir sind in jedem Spiel dran“, sagte Vogl. „Was die Jungs leisten, ist aller Ehren wert und ist für mich mehr wert als Sieg oder Niederlage – ohne jetzt die Leistungen der anderen Teams zu schmälern.“ Wenn man ein bis zwei Wochen pausiere, dann dauere es die gleiche Zeit, bis man wieder fit sei, erklärte Erdings Banden-Chef. „Für die Jungs ist es im Moment brutal hart, und ich kann sie nur loben“, sagte Vogl. „Es war kein Spiel dabei, in dem wir keine Chance gehabt hätten.“ In der heutigen Zeit könne man in der Bayernliga mit zwei Blöcken nicht mehr bestehen: „Das ist früher mal gegangen, aber jetzt nicht mehr.“

Vogl blickte auch voraus und meinte: „Eine ganz normale Woche tut uns gut.“ Noch einmal durchschnaufen ist wichtig, denn ab Freitag geht es für die Gladiators richtig los, mit zehn Spielen binnen 23 Tagen. Der Coach blickt auf alle Fälle zuversichtlich in die Zukunft, schickte am Ende der Pressekonferenz eine Kampfansage an die Konkurrenz und versprach: „Wir werden zurückkommen!“

von Wolfgang Krzizok

Foto: fotografie-riedel.net

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