SELB MIT 3:2-OVERTIME-SIEG – GLADIATORS ZEIGEN RIESENMORAL

Die Erding Gladiators haben gegen die Selber Wölfe zwar mit 2:3 nach Overtime verloren, durften sich aber für einen beeindruckenden Auftritt vor 920 Zuschauern in der Stadtwerke Erding Arena zurecht großen Applaus abholen. Mit nur fünf Verteidigern – einer davon gelernter Stürmer – und neun Stürmern musste Trainer Thomas Daffner gegen das von Felix Schütz gecoachte Topteam antreten, dennoch zeigte seine Mannschaft über 60 Minuten eine famose, äußerst disziplinierte Leistung ohne eine einzige Strafzeit.

Von Beginn an machte Selb Druck und erspielte sich ein deutliches Chancenplus, doch Erding stand defensiv sehr kompakt und arbeitete konsequent im eigenen Drittel. Torhüter Leon Meder erwischte einen herausragenden Tag und entschärfte zahlreiche gute Möglichkeiten der Franken. Trotz nur drei Torschüssen im ersten Abschnitt hatten die Gladiators mit Erik Modlmayr, der aus kurzer Distanz den Puck nicht über die Linie brachte, eine hochkarätige Gelegenheit zur Führung.

Auch im zweiten Drittel blieb das Bild ähnlich: Selb hatte mehr Scheibenbesitz und Abschlüsse, die Gladiators hielten mit großem Einsatzwillen und klarer Struktur dagegen. Bitter war, dass Erding ausgerechnet in eigener Überzahl das 0:1 kassierte, als Richard Gelke in Unterzahl traf. Statt zu wanken, blieb die Daffner-Truppe aber stabil, „zerstörte“ mit kluger Defensivarbeit und viel Laufbereitschaft immer wieder den Spielfluss der Wölfe und setzte vorne Nadelstiche – unter anderem durch Cheyne Matheson und Louis Trattner.

Der Lohn folgte kurz vor Drittelende: Philipp Michl fälschte einen Schuss unhaltbar zum 1:1 ab und erzielte damit sein erstes Saisontor – der Jubel in der Arena fiel entsprechend groß aus. Wer erwartet hatte, dass den personell arg gebeutelten Gladiators im Schlussdrittel die Kräfte ausgehen würden, wurde eines Besseren belehrt. Erding hielt weiterhin voll dagegen, verteidigte konsequent und warf sich in jeden Schuss. Unglücklich geriet man dennoch erneut in Rückstand, als sich eine Bogenlampe über Leon Meder hinweg zum 1:2 ins Tor senkte. Doch auch dieser Rückschlag brach den Widerstand der Gastgeber nicht: Kurz vor Ende der regulären Spielzeit erzielte Dennis Miller das verdiente 2:2. Die Gladiators wurden für ihren unermüdlichen Kampfgeist belohnt und zwangen den klaren Favoriten in die Overtime.

In der Verlängerung reichte den Wölfen schließlich ein platzierter Abschluss von Stephan Tramm um den Zusatzpunkt mit nach Oberfranken zu nehmen.

Trotz der Overtime-Niederlage kann Erding auf diese Leistung mit Recht stolz sein. Und wer regelmäßig in der Arena, diese Auftritte aus der Nähe verfolgt und nicht nur aus der Entfernung kommentiert, erkennt: Die Gladiators liefern – vor allem kämpferisch – erstklassige Arbeit ab und sind als Aufsteiger von einem Absturz weit entfernt.

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