Die Erding Gladiators haben gegen den EC Peiting eine bittere 4:5-Niederlage hinnehmen müssen. Vor 925 Zuschauern in der Stadtwerke Erding Arena zeigte die Mannschaft von Trainer Thomas Daffner einmal mehr eine couragierte und engagierte Leistung, stand am Ende aber erneut ohne Punkte da – ein Spiegelbild der gesamten Saison.
Die Gladiators kamen gut aus der Kabine, setzten den EC Peiting in den Anfangsminuten unter Druck und bestimmten klar das Geschehen. In den ersten 15 Minuten war die Daffner-Truppe deutlich tonangebend und erspielte sich mehrere gute Gelegenheiten. Folgerichtig brachte Erik Modlmayr die Hausherren in der 15. Minute nach einem schönen Angriff über Pfleger und Waldhausen mit 1:0 in Führung. Doch wie so oft in dieser Spielzeit hielt die Erdinger Freude nicht lange: Bereits 73 Sekunden später nutzte Briere eine Unaufmerksamkeit in der Defensive eiskalt zum 1:1-Ausgleich. Mit diesem Resultat ging es auch in die erste Pause.
Im zweiten Drittel zeigte Peiting dann, wie man cleveres Eishockey spielt. Erding hatte weiterhin gute Torgelegenheiten, doch die Gäste erzielten die Tore. Zunächst vergaben die Gladiators eine große Chance, im direkten Gegenzug traf MacKinnon zum 1:2. Die Hausherren steckten jedoch nicht auf und kamen in Überzahl zurück: Forster stocherte den Puck zum 2:2 über die Linie. Statt Sicherheit zu gewinnen, leisteten sich die Gladiators allerdings weitere Fehler, die der erfahrene EC Peiting eiskalt ausnutzte – Mühlegger stellte auf 2:3, kurz vor Drittelende erhöhte Heger nach schöner Kombination sogar auf 2:4.
Im Schlussdrittel versuchte die Daffner-Truppe noch einmal alles, spielte gut, war offensiv tonangebend, aber nicht zwingend genug. Mit 14:9 Schüssen im letzten Abschnitt drängte Erding den Gegner phasenweise tief ins eigene Drittel, fand aber lange kein Mittel gegen die solide stehende Peitinger Defensive. Als Daffner in der Schlussphase den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, schien die Entscheidung gefallen: Briere traf 87 Sekunden vor Schluss per Empty Net zum 2:5. Doch die Gladiators gaben sich nicht auf: Zunächst verkürzte Dennis Miller nur Sekunden später auf 3:5, 45 Sekunden vor dem Ende brachte Schmidpeter Erding mit dem 4:5 noch einmal heran – für den Ausgleich reichte die Zeit jedoch nicht mehr.
Für die Gladiators bleibt festzuhalten: Einsatz, Moral und Wille stimmen, doch unnötige Strafzeiten, die mangelnde Chancenverwertung und fehlende Abgezocktheit kosten immer wieder Punkte – es war einmal mehr ein Spiegelbild der gesamten Saison.
Weiter geht es für die Gladiators bereits am Dienstag, 17. Februar, wenn man um 19.30 Uhr bei den Tölzer Löwen antritt. Der Tabellen-Dritte aus Bad Tölz spielt eine starke Saison und verfügt mit Topi Piipponen (48 Punkte in 43 Spielen), Ludwig Nirschl und Michael Keränen über eine der gefährlichsten Offensivreihen der Liga, dazu mit Bittner und Salvarani über ein Torhüter-Duo mit Fangquoten über 90 Prozent – eine echte Herausforderung für die Gladiators.