Die Erding Gladiators haben dem Spitzenteam der Indians Memmingen einen großen Kampf geliefert, mussten sich am Ende jedoch knapp mit 1:2 geschlagen geben. Über 60 Minuten zeigte die Mannschaft von Trainer Dominik Quinlan einen aufopferungsvollen Auftritt, stand am Ende aber erneut ohne Punkt da.
Das Starensemble aus der Maustadt begann äußerst druckvoll und setzte die Gladiators von Beginn an unter Druck. Memmingen ließ Scheibe und Gegner laufen und zeigte früh die hohe individuelle Qualität im Kader. Folgerichtig gingen die Gäste durch Timo Gams mit 0:1 in Führung. Auch in der Folge bestimmten die Indians zunächst das Geschehen. Das zweite Tor spiegelte sinnbildlich die Situation eines Spitzenteams wider: Nach mehreren Abfälschungen landete der Puck schließlich unhaltbar für den stark agierenden Leon Meder im Tor der Gladiators im Netz, als Tyler Spurgeon auf 0:2 stellte. Erding hatte im ersten Drittel zwar einige Halbchancen, konnte diese jedoch nicht nutzen.
Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild. Memmingen agierte etwas kontrollierter und schien den Vorsprung verwalten zu wollen, während die Gladiators defensiv sehr stabil standen. Dadurch gestaltete sich das Spiel deutlich ausgeglichener als noch in den ersten 20 Minuten. Erding erspielte sich nun auch eigene gute Möglichkeiten, ließ im Abschluss jedoch erneut die nötige Konsequenz vermissen.
Im Schlussdrittel übernahmen die Gladiators phasenweise sogar mehr die Initiative und drängten auf den Anschlusstreffer. Als Erding nach einer 2+2-Strafe in Unterzahl agieren musste, rechneten viele der 884 Zuschauer in der Stadtwerke Erding Arena mit der Vorentscheidung zugunsten der Indians. Doch es kam anders: Maximilian Forster eroberte an der eigenen blauen Linie den Puck, zog alleine davon und verwertete seinen Alleingang eiskalt in Unterzahl zum 1:2-Anschlusstreffer.
In der verbleibenden Spielzeit warf Erding noch einmal alles in die Waagschale, kämpfte und arbeitete unermüdlich, doch das letzte Quäntchen Glück fehlte. Memmingen verteidigte den knappen Vorsprung routiniert und entführte schließlich alle drei Punkte aus der Herzogstadt.
Trotz der Niederlage bleibt die Erkenntnis, dass die Gladiators mit dieser Leistung auch gegen absolute Spitzenteams konkurrenzfähig sind – umso frustrierender, dass sich der große Aufwand erneut nicht in Zählbares ummünzen ließ.