Die Erding Gladiators haben ihren Fans kurz vor Weihnachten ein echtes vorgezogenes Geschenk gemacht: In einem mitreißenden Spiel bezwangen sie die favorisierten Heilbronner Falken mit 5:4 und drehten dabei einen 0:3-Rückstand in der heimischen Stadtwerke Erding Arena. Vor 1.099 Zuschauern entwickelte sich ein hochintensives Duell, in dem die Daffner-Truppe mit unermüdlichem Kampfgeist, großer Moral und einem starken Endspurt begeisterte.
Erding startete gut in die Partie, erspielte sich früh die ersten Chancen und zeigte von Beginn an, dass man sich vor dem Favoriten aus Heilbronn nicht verstecken würde. Doch in Unterzahl schlugen die Falken erstmals zu: Weyrauch brachte Heilbronn im Powerplay mit 1:0 in Führung. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels entwickelte sich eine schnelle und intensive Partie zweier Teams auf Augenhöhe, in der beide Torhüter gefordert waren.
Im zweiten Drittel spielten die Gäste zunächst ihre ganze Klasse aus und erhöhten durch Skvorcovs und Schams innerhalb kurzer Zeit auf 3:0. Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie bereits klar in Richtung der Falken zu kippen, zumal Heilbronn seine Chancen sehr effizient nutzte. Dann kam es jedoch zu einer Unterbrechung, weil Heilbronner Fans Pyrotechnik zündeten – eine Pause, die den Gladiators in die Karten spielen sollte.
Cheftrainer Thomas Daffner reagierte und brachte für Leon Meder nun David Zabolotny zwischen die Pfosten. Kurz darauf nutzte Erding ein eigenes Powerplay: Markus Eberhardt erzielte zunächst den 1:3-Anschluss und legte wenig später sogar das 2:3 nach. Die Arena wurde nun deutlich lauter, doch Heilbronn fand eine Antwort und stellte durch Wagner den alten Zwei-Tore-Abstand zum 2:4 wieder her.
Trotz des erneuten Rückschlags gaben die Gladiators nicht auf, warfen sich in jeden Zweikampf und glaubten weiter an ihre Chance. In Unterzahl sorgte dann Grady Hobbs mit dem 3:4-Anschlusstreffer für ein Ausrufezeichen und brachte seine Farben endgültig zurück ins Spiel. Spätestens jetzt war die Stimmung in der Arena auf dem Siedepunkt, die Fans trieben ihr Team nach vorne.
Im Schlussdrittel zeigte Erding seine beste Phase der Partie: Die Gladiators agierten aggressiv, zielstrebig und setzten Heilbronn immer stärker unter Druck. Im Powerplay war es schließlich Maximilian Forster, der zum 4:4 ausglich. Mit dem Ausgleich war das Momentum klar auf Seiten der Hausherren, die weiter mutig nach vorne spielten – und wurden belohnt: Ein abgefälschter Schuss landete bei Cheyne Matheson, der zum umjubelten 5:4-Siegtreffer einnetzte.
In der Schlussphase warfen die Heilbronner noch einmal alles nach vorne und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten, um den Ausgleich zu erzielen. Doch David Zabolotny zeigte starke Paraden, behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven und hatte zudem das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite. So retteten die Gladiators die knappe Führung über die Zeit und brachten die drei Punkte unter Dach und Fach.