Die Erding Gladiators haben auf die Niederlage in Peiting die passende Antwort gegeben und die EHF Passau Black Hawks mit 5:2 bezwungen. Vor 1.013 Zuschauern in der Stadtwerke Erding Arena erwischte die Mannschaft von Trainer John Sicinski einen Traumstart, musste im zweiten Drittel jedoch den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen. Anschließend übernahmen die Gastgeber wieder die Kontrolle und sicherten sich mit einem souveränen Schlussabschnitt drei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze. Pascal Steck traf doppelt, außerdem waren Paul Pfenninger, Leon Sivic und Buster Larsson erfolgreich.
Zwei Treffer nach nur 97 Sekunden
Die Gladiators kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine. Gerade einmal 30 Sekunden waren gespielt, als Paul Pfenninger auf Vorlagen von Marc Schmidpeter und René Röthke zum 1:0 traf. Erding blieb am Drücker und legte umgehend nach: Bei 1:37 Minuten erhöhte Pascal Steck nach Zuspiel von Leon Sivic und Bastian Cramer auf 2:0.
Im weiteren Verlauf fand Passau besser in die Begegnung und gestaltete das Geschehen ausgeglichener. Wirklich zwingende Möglichkeiten blieben jedoch zunächst selten. Wenn die Gäste gefährlich vor das Tor kamen, war David Zabolotny aufmerksam zur Stelle. So nahmen die Gladiators ihre Zwei-Tore-Führung mit in die erste Pause.
Passau gleicht aus – Steck hat die Antwort
Im zweiten Drittel entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Erding agierte offensiv nicht mehr so zwingend wie zu Beginn und ließ auch in der Defensive die Konsequenz vermissen. Passau kam dadurch besser ins Spiel und nutzte seine Möglichkeiten.
Ausgerechnet während einer Erdinger Überzahl gelang den Gästen der Anschlusstreffer. Leonard Mössinger verkürzte auf 2:1. Wenig später schlugen die Black Hawks im eigenen Powerplay zu: Marlon D’Acunto erzielte den Ausgleich.
Das 2:2 war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Die Gladiators mussten nach ihrem starken Beginn nun eine Antwort finden – und taten das. Nach dem Ausgleich übernahmen sie wieder stärker die Initiative und kamen erneut zu gefährlichen Abschlüssen.
Pascal Steck belohnte diese Steigerung mit seinem zweiten Treffer des Abends. Auf Zuspiel von Sivic traf er aus dem Slot zum 3:2. Damit ging Erding nach einem wechselhaften Mittelabschnitt erneut mit einer Führung in die Kabine.
Sivic stellt früh die Weichen
Im Schlussdrittel präsentierten sich die Gladiators wieder klarer, aktiver und konsequenter. Bereits 75 Sekunden nach Wiederbeginn stellte Sivic den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Nach Vorarbeit von Michal Spacek zog er entschlossen ab und traf mit einem sehenswerten Handgelenkschuss zum 4:2.
Dieser Treffer gab den Gastgebern zusätzliche Sicherheit. Passau versuchte weiterhin, den Anschluss herzustellen, doch Erding kontrollierte die Begegnung nun über weite Strecken. Die Gladiators arbeiteten defensiv aufmerksam und erspielten sich zugleich weitere gute Möglichkeiten.
Bei 51:40 Minuten sorgte Buster Larsson auf Vorlage von Brandon Schultz mit dem 5:2 für die Vorentscheidung. Auch danach blieb Erding die aktive Mannschaft und hätte bei weiteren schön herausgespielten Chancen noch nachlegen können.
Zabolotny hält auch den Penalty
Die Black Hawks wurden im letzten Abschnitt vor allem in Überzahl noch einmal gefährlich. Ein weiterer Treffer gelang ihnen allerdings nicht. Zabolotny blieb ein sicherer Rückhalt und setzte in der Schlussphase einen zusätzlichen Höhepunkt, als er einen Penalty abwehrte.
Damit brachten die Gladiators den Vorsprung souverän über die Zeit.
Der Erfolg gegen Passau war vor allem wegen der direkten Konkurrenz um die Pre-Playoff-Plätze von großer Bedeutung. Zugleich zeigten die Gladiators nach dem Rückschlag in Peiting eine starke Reaktion.