Die Erding Gladiators haben beim EC Peiting eine 1:4-Niederlage hinnehmen müssen. Vor 626 Zuschauern brachte Leon Sivic die Gäste zwar früh in Führung, insgesamt erspielten sich die Hausherren jedoch die größeren Spielanteile und die besseren Möglichkeiten. Ein erneut starker David Zabolotny hielt Erding lange im Spiel. Im zweiten Drittel drehte Peiting die Begegnung, ehe ein Unterzahltreffer im Schlussabschnitt die Aufgabe für die Gladiators zusätzlich erschwerte. Trotz aller Bemühungen gelang den Gästen keine Wende mehr.
Sivic trifft – Zabolotny hält die Führung fest
Peiting zeigte von Beginn an, dass die Mannschaft nach der deutlichen Niederlage in Bad Tölz eine Reaktion zeigen wollte. Die Gastgeber gingen mit viel Energie in die Partie, setzten Erding unter Druck und kamen wiederholt gefährlich zum Abschluss.
Den ersten Treffer erzielten dennoch die Gladiators: Leon Sivic brachte seine Mannschaft bei 5:41 Minuten mit 1:0 in Führung. Damit belohnte sich Erding früh, ohne dem Spiel anschließend dauerhaft seinen Stempel aufdrücken zu können.
Über weite Strecken des ersten Drittels blieb Peiting die aktivere Mannschaft. Die Hausherren erarbeiteten sich ein deutliches Chancenplus und verlangten Zabolotny im Erdinger Tor einiges ab. Der Schlussmann zeigte erneut eine starke Leistung und verhinderte mit wichtigen Paraden den Ausgleich. Die Schussbilanz von 18:8 zugunsten der Gastgeber verdeutlichte die Kräfteverhältnisse im Auftaktdrittel
Peiting dreht die Begegnung im Mittelabschnitt
Im zweiten Drittel fanden die Gladiators besser in die Partie. Erding gestaltete das Geschehen nun ausgeglichener und begegnete den Gastgebern zunehmend auf Augenhöhe. Peiting blieb allerdings gefährlich – und nutzte seine Möglichkeiten jetzt konsequenter.
Bei 29:10 Minuten gelang John MacKinnon auf Vorlagen von Carson Briere und Nikita Naumann der Ausgleich zum 1:1. Die Hausherren hatten sich diesen Treffer mit ihrem offensiven Aufwand verdient.
Wenig später erschwerten Strafzeiten gegen Michael Schepel und Erik Modlmayr die Aufgabe für die Gladiators. Peiting nutzte die Überzahlphase und ging bei 36:05 Minuten durch Vincent Reimer erstmals in Führung.
Erding hatte sich gegenüber dem ersten Drittel zwar gesteigert, musste nun aber einem Rückstand hinterherlaufen. Mit einem 2:1 für die Gastgeber ging es in die zweite Pause.
Unterzahltreffer erschwert die Aufholjagd
Für den Schlussabschnitt blieb den Gladiators die Aufgabe, die knappe Peitinger Führung anzugreifen. Die Mannschaft von Trainer John Sicinski versuchte alles, um der Begegnung noch einmal eine andere Richtung zu geben.
Eine eigene Überzahl bot die Gelegenheit zum Ausgleich. Stattdessen fiel der Treffer auf der anderen Seite: MacKinnon erzielte bei 45:09 Minuten in Unterzahl sein zweites Tor des Abends und erhöhte auf 3:1. Für die Erdinger Aufholbemühungen war das ein empfindlicher Rückschlag.
Die Gladiators gaben sich dennoch nicht auf und suchten weiter ihre Möglichkeiten. An diesem Abend fehlte jedoch die Durchschlagskraft, um den Rückstand noch einmal zu verkürzen. Auch die zusätzliche offensive Option durch das Herausnehmen des Torhüters brachte nicht die erhoffte Wende. Quirin Glas-Bader traf bei 56:53 Minuten auf Vorlage von Maximilian Rieger ins leere Tor zum 4:1-Endstand.
Verdienter Sieg der Gastgeber – am Sonntag wartet Passau
Unter dem Strich ging der Erfolg für Peiting in Ordnung. Besonders im ersten Drittel hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und die besseren Chancen. Erding hielt dank Zabolotny und der frühen Führung lange dagegen, steigerte sich im Mittelabschnitt und blieb bemüht. Die entscheidenden Treffer erzielte diesmal jedoch der Gegner.
Nach den jüngsten Erfolgen mussten die Gladiators damit wieder einen Rückschlag hinnehmen. Viel Zeit, sich damit aufzuhalten, bleibt nicht: Bereits am Sonntag, 18. Oktober, um 18 Uhr empfangen die Erdinger die EHF Passau Black Hawks in der Stadtwerke Erding Arena. Dann bietet sich vor eigenem Publikum die nächste Gelegenheit, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wieder zu punkten.