Nach dem Fünf-Punkte-Wochenende mit Siegen gegen Bayreuth und in Passau dürfen die Erding Gladiators wieder vom Sprung in Richtung Platz zehn träumen. Um im Kampf um die Pre-Playoffs weiter Boden gutzumachen, sind die kommenden Partien am Freitag zu Hause gegen die Höchstadt Alligators (02.01., 20 Uhr) und am Sonntag auswärts beim SC Riessersee (04.01., 18 Uhr) besonders wichtig.
Im heimischen Duell gegen Höchstadt braucht Erding die volle Unterstützung von den Rängen, um den aktuellen Aufwärtstrend fortzusetzen. An der Bande wird bis zum Saisonende weiterhin Trainer Thomas Daffner stehen, der in kurzer Zeit den Draht zur Mannschaft gefunden hat.
Die Franken aus Höchstadt haben sich nach zähem Start gefunden und zählen inzwischen zu den heißen Anwärtern auf die Pre-Playoffs. Mit 34 Punkten aus 30 Spielen liegen die Alligators vor Erding und haben sich vor allem durch starke Kontingentspieler und erfahrene Routiniers stabilisiert, die schwer zu bespielen sind. Offensiv stechen besonders Tyler Gron und Anton Seewald heraus, die mit jeweils 19 Toren und zusammen über 70 Scorerpunkten zu den gefährlichsten Angreifern der Liga gehören. Dahinter ziehen Vorlagengeber wie Samuel Eriksson und Verteidiger Jakob Fardoe die Fäden, die mit vielen Assists das Höchstädter Überzahlspiel und die Spielauslösung von hinten prägen.
Für die Gladiators wird es entscheidend sein, defensiv kompakt zu stehen, die Top-Reihe der Alligators eng zu halten und über 60 Minuten mit hoher Konzentration zu arbeiten. Gelingt es, an Laufbereitschaft, Körperspiel und Effizienz der letzten Spiele anzuknüpfen, ist vor eigenem Publikum eine Überraschung und damit ein weiterer Schritt in Richtung Platz zehn möglich.
Zwei Tage später wartet in Garmisch-Partenkirchen der traditionsreiche SC Riessersee, der mit 32 Punkten aus 30 Spielen aktuell ebenfalls im Bereich der Pre-Playoff-Plätze liegt. Vor der Saison wurde der SCR vielerorts etwas höher eingeschätzt, doch erst mit dem Trainerwechsel zu Markus Jocher – der in seiner Karriere auch schon in Erding gespielt hat – hat sich die Mannschaft gefunden und punktet seither deutlich konstanter.
Im Angriff ragen Akteure wie Parker Colley, Alexander Höller und der erst 20-jährige Leon Neiger heraus. Neiger besitzt die deutsche wie auch die schweizerische Staatsbürgerschaft, lief aber vor seinem Wechsel nach Garmisch-Partenkirchen ausschließlich für den HC Thun und den SC Bern auf.
Als Reaktion auf den verletzungsbedingten Ausfall von Top-Scorer Robin Soudek verpflichtete der SCR im November den US-Amerikaner Nik Armstrong-Kingkade. Neben Soudek schmerzt auch die Verletzung von Routinier Lubor Dibelka, der Lenker und Denker der Werdenfelser Offensive ist. Doch trotz der Ausfälle von Soudek und Dibelka ist Garmisch traditionell ein schweres Auswärtspflaster. Im Idealfall können die Gladiators den Schwung der letzten Spiele mitnehmen, clever verteidigen und mit schnörkellosem Eishockey weitere wichtige Punkte im engen Tabellenkeller sammeln.