Die Erding Gladiators haben gegen die EV Lindau Islanders eine deutliche Heimniederlage hinnehmen müssen. Vor 930 Zuschauern in der Stadtwerke Erding Arena unterlag die Mannschaft von Trainer John Sicinski mit 2:6. Die Gastgeber fanden gegen die wachen und aggressiven Gäste über weite Strecken keine ausreichenden Mittel.
LINDAU ÜBERNIMMT VON BEGINN AN DIE KONTROLLE
Die Gladiators kamen nicht gut genug in die Begegnung und mussten bereits nach 1:53 Minuten den ersten Rückschlag hinnehmen. Timo Gams brachte die Islanders mit 1:0 in Führung. Die Gäste waren früh präsent, agierten entschlossen und gaben den Gastgebern wenig Gelegenheit, Sicherheit im eigenen Spiel zu gewinnen.
Erding versuchte, offensive Akzente zu setzen, fand gegen die aufmerksamen Lindauer aber zu selten die passenden Lösungen. Immer wieder bekamen die Gäste einen Schläger oder einen Schlittschuh dazwischen, unterbanden Kombinationen und erschwerten den Weg in gefährliche Abschlusspositionen. In den entscheidenden Situationen waren die Islanders wacher und konsequenter.
Hinzu kam ihre hohe Effizienz vor dem Tor. Bei 7:35 Minuten erhöhte Sam Verelst auf 2:0. Kurz vor der ersten Pause schlugen die Gäste erneut zu: Diesmal traf Kane nach Vorarbeit von Verelst und Rocco Andreacchi zum 3:0. Erding ging damit bereits mit einer schweren Hypothek in die Kabine.
ERNEUT EIN FRÜHER RÜCKSCHLAG – DANN TRIFFT DAS POWERPLAY
Auch nach der ersten Pause gelang es den Gladiators nicht, den nächsten Gegentreffer zu verhindern. Bei 22:30 Minuten erhöhte Andreas Farny auf 4:0. Statt den Rückstand zu verkürzen und die Partie wieder offener zu gestalten, musste Erding früh im zweiten Drittel den nächsten Rückschlag verkraften.
Die Gastgeber gaben sich dennoch nicht auf und fanden über ihr Überzahlspiel zurück in die Begegnung. Zunächst verkürzte Zap bei 24:28 Minuten auf Vorlage von Leon Sivic auf 1:4. Weniger als zwei Minuten später nutzten die Gladiators die nächste Powerplaymöglichkeit: Olivier Pouliot traf bei 26:21 Minuten nach Vorarbeit von Markus Eberhardt und Marc Schmidpeter zum 2:4.
Mit diesen beiden Treffern war die Hoffnung zurück, der Begegnung noch einmal eine andere Richtung geben zu können. Erding zeigte Kampfgeist und suchte weitere Möglichkeiten. Die Islanders blieben jedoch unbequem, störten konsequent und verhinderten einen weiteren Treffer. So ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die zweite Pause.
TREFFER NACH 16 SEKUNDEN SORGT FÜR DIE VORENTSCHEIDUNG
Um noch einmal heranzukommen, hätten die Gladiators einen konzentrierten Start in den Schlussabschnitt gebraucht. Stattdessen traf Lindau auch im dritten Drittel früh – diesmal bereits nach 16 Sekunden. Kane erzielte sein zweites Tor des Abends und stellte auf 5:2. Erding bemühte sich weiter, konnte Lindau die Kontrolle aber nicht mehr entreißen. Die Islanders blieben aufmerksam und brachten ihren Vorsprung sicher durch den Schlussabschnitt.
In der Schlussphase erhielt René Röthke eine Fünf-Minuten-Strafe wegen eines Checks mit dem Stock sowie eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Die folgende Überzahl nutzte Arturs Kruminsch bei 54:32 Minuten zum 6:2-Endstand.
Unter dem Strich stand eine verdiente Niederlage gegen einen Gegner, der an diesem Abend in allen entscheidenden Bereichen überlegen war. Lindau arbeitete aggressiver gegen die Scheibe, unterband die Erdinger Angriffe wirkungsvoll und verwertete seine Chancen konsequent.
Nun gilt es, die Niederlage aufzuarbeiten, abzuhaken und den Blick nach vorne zu richten. Bereits am Sonntag, 25. Oktober, um 18.30 Uhr wartet bei den Heilbronner Falken die nächste anspruchsvolle Aufgabe.