Die Erding Gladiators haben ihr Heimspiel gegen den SC Riessersee mit 6:5 nach Verlängerung gewonnen und den Zuschauern in der Stadtwerke Erding Arena einen Eishockey-Abend mit hohem Unterhaltungswert geboten. Knapp 1.100 Fans sahen eine spannende Partie, die die Daffner-Truppe am Ende aufgrund ihres großen Einsatzes und der besseren Phasen im Spielverlauf verdient für sich entschied. Trotz der Ausfälle der Langzeitverletzten Wallek, Brandl und Henter sowie der fehlenden Cheyne Matheson, Bastian Cramer, Dennis Miller und Leon Meder präsentierten sich die Gladiators als geschlossen auftretende Einheit.
Im ersten Drittel begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, das Spiel war ausgeglichen, mit den etwas besseren Chancen für die Hausherren. Umso bitterer war es, dass zunächst nur der SCR jubeln durfte: Nach einem kapitalen Schnitzer der Erdinger an der eigenen blauen Linie tauchte Höller frei vor dem Tor auf und verwertete eiskalt zum 0:1. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.
Aus der Kabine kamen die Gladiators wie verwandelt. Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts markierte Hobbs den Ausgleich, ehe Pfleger mit einem sehenswerten Schuss in den Giebel des Riessersee-Gehäuses die Partie zugunsten der Gastgeber drehte. Kurz darauf legte Pfenniger nach – innerhalb von acht Minuten machten die Erdinger aus einem 0:1-Rückstand eine 3:1-Führung. Es waren offensiv wohl mit die stärksten Minuten der laufenden Saison. Garmisch-Partenkirchen steckte jedoch nicht auf und verkürzte durch Colley auf 3:2, doch die Gladiators hatten postwendend die passende Antwort: Erneut Pfleger stellte auf 4:2. Nach diesem Treffer wechselte der SCR den Torhüter, kam dadurch wieder besser in die Partie und schaffte durch Elwing den erneuten Anschluss zum 4:3. Ein vermeintlicher 4:4-Ausgleich wurde nach Videobeweis wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben, auf der anderen Seite hatten die Gastgeber Pech mit zwei Lattentreffern.
Im Schlussdrittel war klar, dass die Gäste noch einmal alles nach vorne werfen würden. Das zahlte sich zunächst aus, denn Roach glich mit einem satten Schuss zum 4:4 aus. Erding ließ sich davon jedoch nicht beirren, spielte konzentriert weiter und wurde belohnt: Pascal Steck brachte seine Farben erneut in Führung und stellte auf 5:4. Der SCR gab aber nicht auf und warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne – wenige Sekunden vor dem Ende gelang Armstrong-Kinkade tatsächlich noch der Ausgleich zum 5:5 und rettete Riessersee in die Overtime.
In der Verlängerung hatten dann die Gladiators das bessere Ende für sich. Elia Ostwald setzte sich mit einer starken Einzelleistung durch und vollendete zum umjubelten 6:5-Siegtreffer. Damit krönten die Erdinger eine insgesamt starke Heimvorstellung, in der sie trotz zahlreicher Ausfälle über weite Strecken das spielbestimmende Team waren und sich am Ende völlig verdient den Zusatzpunkt sicherten.