Anspruchsvoller könnte das Programm für die Erding Gladiators kaum sein: Am Freitag, 30. Oktober, um 20 Uhr gastiert mit dem Deggendorfer SC der souveräne Tabellenführer in der Stadtwerke Erding Arena. Am Sonntag folgt das Auswärtsspiel beim zweitplatzierten ESV Kaufbeuren (18 Uhr). Damit trifft die Mannschaft von Trainer John Sicinski unmittelbar vor der Deutschland-Cup-Pause auf die beiden führenden Teams der Liga. Beide Favoriten haben zudem noch eine Rechnung mit den Gladiators offen: Die ersten Aufeinandertreffen entschied Erding jeweils für sich.
Auch abseits des Eises erhält das Heimspiel am Freitag einen besonderen Rahmen: Passend zu Halloween sorgen entsprechende Dekorationen für herbstlich-schaurige Akzente. Im Fanshop wartet außerdem ein Halloween-Angebot auf die Besucher.
DEGGENDORF KOMMT MIT BEEINDRUCKENDER OFFENSIVKRAFT
Der Deggendorfer SC dominiert derzeit die Liga. Mit 33 Punkten führt er die Tabelle vor Kaufbeuren an. 69 erzielte Tore bei lediglich 24 Gegentreffern ergeben eine Tordifferenz von plus 45.
Wie viel Durchschlagskraft in diesem Kader steckt, zeigte sich zuletzt besonders deutlich: In den vergangenen beiden Spielen erzielte Deggendorf insgesamt 19 Tore. Die herausragenden Zahlen liefern vor allem die offensiven Leistungsträger. Ty Jackson steht nach 13 Einsätzen bei zehn Toren und 20 Vorlagen, sein Bruder Dylan bei elf Treffern und 18 Assists. Harrison Roy hat bereits 13 Tore erzielt und elf weitere vorbereitet.
Der ohnehin überdurchschnittlich besetzte Kader wurde zuletzt nochmals verstärkt. Verteidiger Luca Zitterbart sowie Angreifer Luke Weilandt erweitern die Möglichkeiten einer Mannschaft, die bereits zuvor über große Qualität verfügte. Hinzu kommt ein starker Rückhalt im Tor. Timo Pielmeier weist nach elf Einsätzen eine Fangquote von 93,2 Prozent und einen Gegentorschnitt von 1,81 auf.
Trotz dieser beeindruckenden Ausgangslage wissen die Gladiators, dass auch dieser Gegner zu bezwingen ist. Beim ersten Aufeinandertreffen gewann Erding in Deggendorf mit 6:5 nach Verlängerung. Der Spitzenreiter dürfte entsprechend motiviert nach Erding reisen und diese Niederlage korrigieren wollen.
KAUFBEUREN HAT SICH IN DER OBERLIGA EINGEFUNDEN
Nicht leichter wird die Aufgabe am Sonntag. Der ESV Kaufbeuren zählt neben Deggendorf zu den großen Aufstiegsfavoriten und hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen in der Oberliga eingefunden. Mit 31 Punkten liegt die Mannschaft nur zwei Zähler hinter dem Tabellenführer.
Auch die weiteren Zahlen unterstreichen die Qualität der Allgäuer: Nach 13 Begegnungen stehen 53 erzielte Tore und 25 Gegentreffer zu Buche. Die Punkte im Angriff verteilen sich auf mehrere Schultern. Eero Elo führt die interne Scorerliste mit sieben Toren und sieben Vorlagen an. Sami Blomqvist folgt mit fünf Treffern und acht Assists aus elf Einsätzen. Yannik Burghart kommt ebenfalls nach elf Partien auf zwölf Punkte. Sten Eriksson und Andrew Yogan haben jeweils elf Zähler gesammelt.
Auf der Torhüterposition verfügt Kaufbeuren ebenfalls über zwei starke Optionen. Rihards Babulis hat in sechs Einsätzen bereits drei Spiele ohne Gegentor absolviert und weist einen Gegentorschnitt von 1,33 auf. Nikita Quapp kommt nach sieben Einsätzen auf eine Fangquote von 91,1 Prozent.
Doch auch gegen diesen Gegner haben die Gladiators bereits gezeigt, was möglich ist: Das erste Duell gewann Erding mit 4:2. Entsprechend dürfte das Heimteam am Sonntag darauf aus sein, sich zu revanchieren. Die Herzogstädter müssen sich auf einen Gegner einstellen, der seine Position in der Spitzengruppe festigen und die Niederlage aus dem ersten Aufeinandertreffen wettmachen will.