DEFENSIV STARK: GLADIATORS GEWINNEN 2:0 IN SELB

Die Erding Gladiators haben sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen 2:0-Auswärtssieg bei den Selber Wölfen erarbeitet. Vor 1.743 Zuschauern in der Netzsch-Arena entschieden Leon Sivic und Olivier Pouliot eine lange offene und spannende Partie mit ihren Treffern im Schlussdrittel. Ein starker Zabolotny, konsequente Defensivarbeit und die nötige Effizienz im Abschluss bildeten die Grundlage für den Erfolg. Nach den torreichen Spielen zuletzt überzeugte die Mannschaft von Trainer John Sicinski diesmal vor allem mit Disziplin und taktischer Ordnung.

Selb beginnt druckvoll – Zabolotny hält Erding im Spiel

Die Gastgeber mussten auf einige Spieler verzichten, erwischten aber den besseren Start. Selb machte in den ersten Minuten viel Druck und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Erding hatte zunächst Mühe, sich zu befreien und selbst offensive Akzente zu setzen. Dass die Null dennoch stehen blieb, lag an einem aufmerksamen Zabolotny im Tor der Gladiators – und in der einen oder anderen Situation auch am nötigen Glück. Ab Mitte des ersten Drittels fanden die Gäste besser in die Begegnung. Sie gestalteten das Spiel zunehmend ausgeglichen, ohne sich zunächst eine wirklich zwingende Torchance zu erarbeiten. Defensiv stabilisierte sich Erding jedoch und ließ sich auch durch Unterzahlsituationen nicht aus der Ordnung bringen. Mit einem 0:0 ging es in die erste Pause; die Schussbilanz von 11:9 zugunsten der Wölfe unterstrich deren etwas stärkeren Auftakt.

Hohes Tempo und starke Torhüter im zweiten Drittel

Im Mittelabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne. Nun kamen auch die Gladiators zu guten Gelegenheiten. Besonders bei Kontern über Pascal Steck und Leon Sivic wurde es gefährlich vor dem Selber Tor. Doch auch die Wölfe erspielten sich weitere starke Chancen. Dass weiterhin kein Treffer fiel, war vor allem den beiden Torhütern zu verdanken, die sich mehrfach auszeichneten.

Sivic nutzt die Überzahl zur Führung

Im Schlussdrittel übernahm Erding das Spiel und belohnte sich schließlich in Überzahl. Nach einer Selber Bankstrafe traf Leon Sivic bei 44:57 Minuten zum 0:1. Die Wölfe erhöhten nach dem Rückstand den Druck und suchten den Ausgleich. Erding hielt dagegen, blieb in der Defensive konsequent und verteidigte die Führung als Mannschaft. Wo Selb dennoch zum Abschluss kam, war Zabolotny zur Stelle. Die Entscheidung fiel in der 55. Minute.

Nach einer traumhaften Kombination über Sivic und Steck vollendete Olivier Pouliot bei 54:36 Minuten zum 0:2. Der Treffer verschaffte Erding in der Schlussphase den entscheidenden Vorsprung. Zabolotny wehrte insgesamt alle 31 Selber Torschüsse ab und blieb ohne Gegentor. Erding brachte selbst 33 Schüsse auf das gegnerische Tor und nutzte eine von fünf Überzahlgelegenheiten. Alle vier Unterzahlphasen überstanden die Gäste schadlos.

Angesichts der guten Selber Möglichkeiten gehörte zum Erdinger Erfolg durchaus auch etwas Glück. Nicht unverdient war der Sieg deshalb aber keineswegs: Die Gladiators steigerten sich nach dem schwierigen Beginn, arbeiteten defensiv geschlossen und nutzten im entscheidenden Drittel ihre Chancen.

Somit kommt es am Sonntag in der Stadtwerke Erding Arena um 18 Uhr zum Topspiel zwischen dem Tabellenvierten Erding und dem Spitzenreiter aus Dornbirn.

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