Was für eine Aufholjagd: Die Erding Gladiators haben ihr Vorbereitungsspiel bei den EK Zeller Eisbären nach einem 0:4- und 1:5-Rückstand noch gedreht und sich am Ende mit 6:5 nach Verlängerung durchgesetzt.
Johannes Kurrer begann im Tor der Gladiators. In den ersten Minuten hielt die Mannschaft von Trainer John Sicinski gut mit und zeigte sich gegen den starken Alps-Hockey-League-Vertreter präsent. Danach verloren die Erdinger jedoch etwas den Faden. Die Zeller Eisbären nutzten ihre Chancen und Fehler der Gladiators konsequent aus und zogen innerhalb weniger Minuten auf 4:0 davon.
Zu diesem Zeitpunkt übernahm David Zabolotny im Erdinger Tor. Die Führung der Hausherren war angesichts ihrer Effektivität und der Fehler im Spiel der Gladiators verdient.
Im zweiten Drittel präsentierten sich die Herzogstädter deutlich verbessert. Olivier Pouliot verkürzte aus dem Slot auf 1:4 und brachte seine Farben wieder näher heran. Die Antwort der Gastgeber ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Zell am See stellte mit dem Treffer zum 5:1 den Vier-Tore-Vorsprung fast postwendend wieder her.
Doch die Gladiators gaben sich nicht auf. Mit zunehmender Spieldauer wurde Erding stärker und spielte im zweiten Abschnitt absolut auf Augenhöhe. Pouliot erzielte seinen zweiten Treffer des Abends zum 2:5, ehe Leon Sivic kurz darauf auf 3:5 stellte. Die Partie war wieder offen.
Im Schlussdrittel setzte Erding die starke Aufholjagd fort. Nach einem feinen Spielzug brachte Schulz die Gladiators auf 4:5 heran. In einem fair geführten Spiel drängte die Sicinski-Truppe anschließend auf den Ausgleich – und wurde in dramatischer Weise belohnt.
Drei Sekunden vor der Schlusssirene war es erneut der überragende Olivier Pouliot, der zum 5:5 traf und die Partie in die Verlängerung brachte. Nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand spricht dieser Ausgleich vor allem für die Moral, den Glauben und den Einsatz der Mannschaft.
In der Overtime machte Leon Sivic schließlich den perfekten Erdinger Abend komplett: Mit seinem zweiten Treffer sicherte er den Gladiators den 6:5-Erfolg.
Abgesehen von den schwächeren Minuten im ersten Drittel zeigten die Gladiators gegen einen hochklassigen Gegner eine sehr ansprechende Leistung. Gerade für den aktuellen Stand der Vorbereitung – nach intensiven Trainingseinheiten – bleibt die Mannschaft im Soll.
Bereits am morgigen Samstag, 5. September, geht es für die Gladiators in Zell am See weiter. Um 19.30 Uhr trifft die Mannschaft auf die Adler Kitzbühel.